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Die isb-online.org-Redaktion führte anlässlich des Jahreswechsels ein ausführliches Interview mit Sebastian Bauer. Der ISB-Vorstandsvorsitzende blickt auf das Jahr 2013 zurück und wagt einen Ausblick auf 2014.

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Herr Bauer, für das Jahr 2010 stand Ihr Geschäftsbericht noch unter dem Motto „Wachstum durch Vernetzung“, im Jahr 2011 veränderten Sie das Motto ein wenig hin zu „Identifikation schafft Wachstum“. Das Jahr 2012 fassten Sie dann unter dem Titel "Rückbesinnung auf unseren Kern" zusammen. Unter welcher Schlagzeile lassen Sie das vergangene Jahr 2013 Revue passieren?

Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass sowohl Vernetzung als auch Identifikation eine Basis für gesundes Wachstum sind. Seit 2012 wächst der ISB zwar weiter, jedoch nicht mit den Zuwachsraten der Anfangsjahre; indes werden neue Standbeine erschlossen, die Gründungsidee mehr ins Blickfeld gerückt und die Professionalisierungsbestrebungen konsequent fortgeführt. Inzwischen ist unser Expertenwissen in vielen Kreisen willkommen und gefragt. Ich würde das vergangene Jahr daher überschreiben mit dem Titel „Engagement und Kompetenz finden Anerkennung“.

Als Sie vor einem Jahr nach Ihren Wünschen für 2013 gefragt wurden, hofften Sie auf eine Fortführung der harmonischen Stimmung, die dank sachorientierter, hervorragender Arbeit zu einem Zugewinn an Freunden und Förderern führt, die sich wiederum mit dem Verein und seinen Zielen identifizieren. Inwieweit erfüllte sich Ihr Wunsch?

Bereits vor einem Jahr durfte ich feststellen, dass sich solch harmonische Bedingungen für eine herausragende zweckorientierte Arbeit in anderen Einrichtungen kaum finden. Von rund 100 Mitgliedern engagieren sich rund ein Drittel junger Leute ehren- und hauptamtlich zu Gunsten unserer Vereinszwecke. Wir tun dies mit viel Wissen, Ehrgeiz und Sportlichkeit; ich bin sehr stolz, Teil dieses tollen Teams sein zu dürfen. Die hier gelebte Partnerschaftlichkeit und Wertschätzung strahlt aus und zieht auch neue Menschen oder ganze Einrichtungen an, die den Kontakt zu uns suchen.

Und wie steht es um Ihren Wunsch nach Identifikation?

Unser Wirken ist nach wie vor exotisch. Wir führen Projekte und Maßnahmen durch, die für Sportvereine als "unüblich" gelten. Wir leisten jedoch nicht nur die bloße Projektarbeit, sondern evaluieren deren Wirkung wissenschaftlich und stellen anschließend die daraus generierten Erkenntnisse öffentlich zur Verfügung. Und obgleich unser Wirken exotisch ist, folgt uns eine beachtliche Anzahl an Personen und Einrichtungen, um mit uns als Mitglied, Mitarbeiter oder Kooperationspartner zu koagieren. Nun gestehen wir zwar jedem eine individuelle Intention zu, einen intrinsischen Antrieb, weshalb man dem ISB folgt. Jedoch ist unser Vereinszweck nicht das "Exotisch-sein", sondern die Förderung von Sport, Jugendhilfe und Erziehung, und wir fordern selbstverstädndlich ein, dass dieser Zweck auch von jedem mitgefördert und mitgelebt wird - im Zweifelsfalle fordern wir dies auch nachdrücklich. Zum Jahreswechsel sind wir erneut in der glücklichen Lage, feststellen zu dürfen, dass sowohl Kooperationspartner, Mitglieder als auch Mitarbeiter vollumfänglich hinter dem Verein und seinen Zwecken stehen und die Prosperität unserer Körperschaft für alle von besonderem Interesse ist. Dies ist in hohem Maße auch unserer Personalvertretung geschuldet, für deren vorbildliche Zusammenarbeit ich mich herzlich bedanke.

Insgesamt also wieder eine positive Entwicklung, die Sie dem ISB dank seiner Mitarbeiter und Partner auch für 2013 attestieren. Was waren Ihre Highlights?

Nicht das eine große Projekt kann ich als "Highlight" erkennen, sondern viele kleinere Maßnahmen, die jedoch symbolhaft für unseren Geist stehen. Zum Beispiel das Erarbeiten eines Corporate-Governance-Kodex, was unsere Ansprüche an Führungskräfte abbildet. Oder das Fertigstellen unseres Zertifizierungsantrags für das Qualitätssiegel in Freiwilligendiensten. Seien es die Sportlermärkte unseres agilen Jugendausschusses, die uns viele gute Rückmeldungen einbringen. Seien es die wachsenden Kurse und Angebote im Zentrum für Diagnostik und Prävention sowie der Akademie, aus denen inzwischen sogar Mitgliedschaften hervorgehen. Unsere Studierenden fokussieren unsere Fragestellungen wissenschaftlich und generieren nicht nur uns damit einen enormen Mehrwert. Und ganz nebenbei haben wir in Wasserlosen einen neuen Standort unseres Projekts "Bewegte Ganztagsschule" eröffnet. All das sind kleine Schritte, die einem fortwährend signalisieren: Wir sind auf dem richtigen Weg!

Was bedeutet dies in strategischer Hinsicht für die Zukunft? Ist der Weg der "kleinen Schritte" der richtige?

Kleine Schritte lassen sich gut steuern; bisher ist uns das sehr gut gelungen. Jedoch unterschlage ich nicht, dass auch wir intern langfristige Visionen formulieren. Wichtig ist hierbei jedoch, dass es uns gelingt, alle Akteure auf unsere gemeinsame Reise mitzunehmen. Neben unseren satzungsmäßigen Organen, wie beispielsweise unserer Mitgliederversammlung, pflegen wir einen regelmäßigen Austausch mit Personalvertretung, Kooperationspartnern, Verbänden und politischen Vertretern. Diese Komplexität erfordert ein Höchstmaß an Transparenz; dem kommen wir nach meiner Einschätzung in vorbildhafter Weise nach.

Wo sehen Sie den Verein aktuell?

Wir sind eine Gruppe vieler junger Menschen, die eine gesunde Körperschaft bilden. Unser ein wenig "exotisches" Wirken habe ich bereits ausführlich geschildert. Täglich bringen wir in unseren vielen professionell geführten Projekten die Energie auf, deutlich mehr zu tun, als nur "Dienst nach Plan". Im sechsten Jahr nach unserer Gründung verwalten wir verantwortungsvoll einen Jahreshaushalt in mittlerer sechsstelliger Größenordnung; die nähere Betrachtung unserer Jahresrechnungen zeichnet ein in wirtschaftlicher Hinsicht prosperierendes Bild. Überprüfungen durch Finanzamt oder Rentenversicherungsträger erfolgten bislang immer ohne jegliche Beanstandungen. Unser Wirken ist mit einigen hochwertigen Qualitätssiegeln ausgezeichnet und wir werden in zunehmender Häufigkeit um Rat gefragt. Die hohe Qualität unserer Arbeit offenbart sich mir nicht nur nach kühlem Betrachten bestimmter Kennziffern, sondern auch in beinahe jedem Gespräch, das ich im Namen des Vereins führen darf; man begegnet uns mit Respekt und beachtlicher Anerkennung und Wertschätzung. Alles in Allem sind wir also vielleicht noch keine etablierte Größe, aber als arriviert würde ich den ISB inzwischen schon bezeichnen.

Was sind Ihre Wünsche für das kommende Jahr?

Mein Wunsch aus dem vergangenen Jahr war offenbar gut formuliert, darum möchte ich diesen - ein wenig auf die aktuellen Entwicklungen angepasst - wiederholen. Wir sollten die harmonische Stimmung, gelebte Identifikation und Offenheit aus dem alten Jahr mitnehmen. Dann gewinnen wir dank unserer sachorientierten hervorragenden Arbeit auch weiterhin neue Förderer und Freunde, die sich mit uns und unseren Zielen identifizieren.

Ich bedanke mich für das Gespräch.