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Teamfoto-academyVom 16. bis 28. August fanden die 2. Summer Youth Olympic Games (YOG) statt. Nach der Premiere 2010 in Singapur und den 1. Winter Youth Olympic Games in Innsbruck 2012, war diesmal Nanjing, eine 8-Millionen-Metropole im Südosten Chinas, Austragungsort. Die Olympischen Jugendspiele richten sich an junge Athleten im Alter von 14-18 Jahren aus aller Welt. Dabei geht es neben der sportlichen Leistung besonders um kulturelle Bildung und Persönlichkeitsentwicklung.

Im Rahmen der YOG fand, initiiert von der Deutschen Sportjugend (dsj), das dsj academy camp bereits zum dritten Mal nach 2010 und 2012 statt. Dieses richtet sich an junge, engagierte Mitarbeiter im Sport und zielt darauf ab Fähigkeiten und Kompetenzen zu vermitteln, die das Engagement stärken, die Persönlichkeit bereichern und für die weitere Arbeit motivieren. Umgesetzt wurde dies durch ein vielfältiges Programm bestehend aus Workshops, Diskussionsrunden mit Experten und einem (inter-) kulturellen und sportlichen Rahmenprogramm. Dadurch war es möglich, dass die Teilnehmenden die Olympische Atmosphäre hautnah beim Besuch der Wettkämpfe und des Olympischen Dorfes erleben und gleichzeitig interkulturelle Erfahrungen sammeln konnten.

Zur Teilnahme am dsj academy camp wurde im Bewerbungsverfahren auch unsere Mitarbeiterin Anna-Christina Beyer ausgewählt, die sich im ISB auch im Jugendausschuss engagiert. Sie durfte nun als Teil der Deutschen Olympiamannschaft nach Nanjing reisen und die Olympischen Jugendspiele live erleben. Ihre Eindrücke aus Nanjing und von den YOG schildert sie im Folgenden.

DSC04587Bericht zur 1. Woche des dsj academy camps im Rahmen der 2. Summer Youth Olympic Games in Nanjing

Bevor es auf die Reise nach Asien ging, fand am 13./14.08. zunächst eine Vorbereitung im Jugendgästehaus Don Bosco in München statt. Dort trafen sich alle 39 Teilnehmer/innen zum ersten Mal und lernten sich und ihre neun Betreuer/innen kennen. Desweiteren stand noch ein Workshop zur Landes- und Sprachkunde Chinas auf dem Programm, sowie eine Einführung in die Strukturen des DOSB und der dsj.

Am Morgen des 15.08. ging es dann los in Richtung China und wir erreichten nach ca. 12 Stunden Flugzeit und einem Zwischenstop in Peking die Metropole Nanjing. Begrüßt wurden wir dort bereits von sehr freundlichen Volunteers, sowie mit ca. 80% Luftfeuchtigkeit deutlich anderen klimatischen Bedingungen als man sie in Deutschland gewohnt ist. Über der Stadt liegt zudem eine dauerhafte Staubschicht, die die Fernsicht weitestgehend verhindert. Bereits auf dem Weg zum Hotel konnte man weitere deutliche Unterschiede zur Heimat feststellen, da sich der Straßenverkehr als extrem laut, dicht und ungeordnet präsentierte, um es diplomatisch zu formulieren. Beeindruckend war jedoch festzustellen, dass die Stadt komplett im Fieber der YOG war, da sich überall in und um die Stadt das Logo der YOG und riesige Plakate finden ließ.

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Am folgenden Tag (Sonntag, 17.08.) machten wir uns das erste Mal auf den Weg zu Wettkämpfen.

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20140818 Kusber YOG 2943Der Montag (18.08.) begann besonders spannend, da wir hohen Besuch zu einer Diskussionsrunde hatten. Willi Lemke (UN-Sonderberater für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden), Alfons Hörmann (Präsident des DOSB), Bernhard Schwank (Leistungssportdirektor des DOSB und Chef de Mission), sowie Ingo Weiss (Vorsitzender der dsj und Präsident des DBB) beschrieben ihre Tätigkeiten und Motivation und standen Rede und Antwort rund um die Thematik YOG/Olympia. Die Gesprächsrunde war sehr offen und besonders die Ausführungen von Willi Lemke waren inspirierend und motovierend zugleich.

Am Nachmittag fand ein interessanter Workshop zum Thema Moderation statt, der zugleich als Vorbereitung für uns diente, da wir jeweils zu zweit die Gesprächs- und Diskussionsrunden der folgenden Tage leiten sollten. Im Anschluss wurden in Kleingruppen die ersten Tage reflektiert und ausgewertet.

DSC04949Am nächsten Morgen (Dienstag,19.08.) fanden vormittags weitere Workshop-Runden statt. Es standen drei Themen zur Auswahl, von denen sich jeder zwei aussuchen konnte. Ich habe zuerst am Workshop "Interkulturelle Kommunikation" teilgenommen und mich im Anschluss mit Thema "Dopingprävention" auseinandergesetzt. Am Nachmittag ging es zum zweiten Mal zu Wettkämpfen, wobei ich mich mit der größten Gruppe auf den Weg zum Tischtennis machte. Dort feuerten wir lautstark die nachnominierte Yuan Wan an, die beide Spiele an den Tag gewann und sich sichtlich über unsere Unterstützung freute und sogar noch zu uns auf die Tribüne kam um sich zu bedanken.

altAv-2q4ZenmT6JBdkL0qzzRzgfX-wlkH3trRHrb4XpsfbMittwochs (20.08.) ging es zu einem Teil des Culture and Educations Programs an die Stadtmauer von Nanjing, die gleichzeitig die längste ihrer Art auf der Welt ist. Dort gab es zunächst eine Führung und im Anschluss viele typisch chinesische Aktivitäten zum Ausprobieren wie bspw. kunstvolle Laternen basteln oder Drachen steigen lassen. Am Nachmittag stand ein weiterer kultureller Punkt auf dem Programm, der einen bleibenden Eindruck hinterließ: Der Besuch des Massaker Museums, das gleichzeitig Gedenkstätte für das Massaker in Nanjing 1937 ist, bei dem 300.000 Menschen ihr Leben verloren. Der Abend war zur freien Verfügung, und der Großteil nutzte die Möglichkeit sich Wettkämpfe anzuschauen, für die im Vorfeld keine Tickets vorgesehen waren. So habe ich mich bspw. auf den Weg zum Turnen gemacht, wobei es enorm beeindruckend war, auf welch hohem Niveau die Athletinnen diesen Wettkampf bestritten.

10689531 738893136179229 6311914005753473784 nAm Donnerstag (21.8.) wurde morgens zunächst der Besuch der Massaker Museums nachbesprochen, da dieser doch zu vielen Fragen und kontroversen Eindrücken geführt hatte. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es wieder in Gruppen zu verschiedenen Wettkämpfen. Da die Wettkampfstätte für Beachvolleyball und Hockey relativ weit außerhalb lag, machte sich meine Gruppe als erste auf den Weg. Der Tag war nicht nur sportlich ein Erfolg, weil sowohl die deutschen Mädels, als auch die Jungs ihre Spiele gewannen, sondern auch weil das Wetter hervorragend war und sogar etwas Sonne durch den Smog zu sehen war.

Auch die dsj hat regelmäßig über das academy camp berichtet: http://www.dsj.de/nanjing2014/

Über die YOG im Allgemeinen berichtet auch der DOSB. Ein interessanter Artikel findet sich hier: http://www.dosb.de/de/olympia/olympische-jugendspiele/detail/news/jugendspiele_lassen_faszinierende_atmosphaere_entstehen/