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Der ISB hat wendet für die Berichterstattungszeiträume ab dem Geschäftsjahr 2016 den Social Reporting Standard (SRS) an. Seit 2011 arbeitet eine Gruppe von Wissenschaftlern, sozialen Investoren und Non-Profit-Organisationen im Rahmen der Social Reporting Initiative e.V. (SRI) daran, miteinander die Resultate von Engagement im sozialen Sektor sichtbar und vergleichbar zu machen.

SRSIn Deutschland richtet sich die Mittelvergabe bei einem Großteil der Förderer auf quantifizierte Leistungsnachweise (Output). Diese geben jedoch nur unzureichende oder gar keine Hinweise darauf, ob die beabsichtigten Veränderungen bei den Zielgruppen erreicht wurden – sprich: ob die geförderten Projekte eine positive Wirkung (Outcome) erreichen. Und was nicht nachgefragt wird, wird häufig auch nicht erhoben. Somit besteht kaum Wissen darüber, was mit den eingesetzten Ressourcen tatsächlich bewirkt wird und die Wirkungsorientierung in der Zivilgesellschaft in Deutschland ist gering.

Fehlende Transparenz

Die fehlende Transparenz über Wirkungen verhindert zudem, dass Organisationen von und miteinander lernen und gemeinsam ganzheitliche Lösungen für gesellschaftliche Probleme entwickeln. Der Wert der sozialen Arbeit bleibt stattdessen unsichtbar und das Image des Non-Profit-Sektors als reiner „Kosten-Posten“ wird befördert.

Wirkung braucht Zeit

Wirkungsorientierung geht nicht von heute auf morgen, es braucht Zeit, um die richtigen Schlüsse aus Wirkungsanalysen zu ziehen. Es braucht praktische Erfahrungen um zu lernen, ein gemeinsames Verständnis sowie einen realistischen Blick dafür aufzubauen, wie erreichte Wirkungen zu bewerten sind.

Bisher stehen kaum niedrigschwellige Instrumente zur Verfügung, mit derer Hilfe sich Organisationen dem Thema Wirkung in kleinen Schritten und ohne großen Ressourcenaufwand annähern können. Die ersten Hürden sind oft zu hoch, sodass theoretische Konzepte in der Praxis vielfach unangetastet bleiben. Der Verein Social Reporting Initiative schließt mit dem Social Reporting Standard (SRS) diese Lücke.

Übergeordnet lassen sich zwei Zielgruppen unterscheiden: „die Zuwendungsgeber“ und die „Zuwendungsnehmer“.

Zuwendungsgeber

Zu der Zuwendungsgeber-Seite zählen die öffentliche Hand, z.B. Ministerien, Kommunen, Senat und soziale Investoren, z.B. Förderstiftungen, Unternehmen oder Privatpersonen.

Zuwendungsgeber möchten...

  • eine geeignete Wissensgrundlage, um Projekte zu vergleichen und finanzielle Mittel in erster Linie wirkungsorientiert zu vergeben
  • wissen, wie die von ihnen bereit gestellten finanziellen Mittel von den Zuwendungsnehmern verwendet werden
  • ihre eigene Wirkung kommunizieren und ggf. in einem eigenen Jahresbericht darstellen

Zuwendungsnehmer

Zu den Zuwendungsnehmern zählen alle Organisationen mit sozialem/ökologischem Geschäftszweck, die selbst operativ soziale/ökologische Projekte durchführen. Darunter fallen soziale Initiativen, Vereine, operative Stiftungen und gemeinnützige GmbHs.

Zuwendungsnehmer möchten...

  • das Thema Wirkung leicht in ihre Praxis integrieren können
  • ihre Wirkungslogik reflektieren und von innen heraus eigene Ansätze für Wirkungsanalysen entwickeln, die für ihre Organisation passgenau sind
  • ihre eigene Wirkung kommunizieren und in einem Jahresbericht darstellen
  • einen einzigen Jahresbericht schreiben und an alle Zuwendungsgeber schicken

Der SRI e.V. setzt sich für eine wirkungsvolle Zivilgesellschaft ein und dafür, dass deren Mehrwert in der Gesellschaft sichtbar wird. Dieser Zustand ist erreicht, wenn soziale Investoren Wirkungsbelege ihrer geförderten Organisationen auf Basis einer einheitlichen Struktur nachfragen, Wirkungsindikatoren Einfluss auf die Vergabe von Mitteln haben und Mittelempfänger optimal dabei unterstützt werden, ihre gesellschaftlichen Ziele zu verwirklichen.

Der Vorstand des ISB hat sich aus diesen Gründen für eine kontinuierliche Anwendung des SRS entschieden und für das abgelaufene Geschäftsjahr diesen erstmals veröffentlicht. Abrufbar ist der Bericht hier.