Bewegung, Spiel und Sport im schulischen Ganztag wohnen Bildungspotenziale von herausragender Bedeutung inne.

  • Bewegung in der Schule als einer "Negation der Sitzfächer" ist ein Kompensationseffekt beizumessen, der Gesundheit und Wohlbefinden steigert.
  • Darüber hinaus leistet eine Bewegte Ganztagsschule im Rahmen sowohl angeleiteter pädagogischer Maßnahmen als auch verhältnisbezogener Schaffung von Bewegungsräumen einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung von Selbst- und Sozialkompetenzen der Schülerinnen und Schüler.
  • Die Möglichkeit, neue Sportarten sowie alternative Sportbereich zu erfahren schafft Zugang zum "sozialen System Sport" und bewirkt einen Zuwachs an Interesse für neue Freizeitgestaltungsmöglichkeiten.
  • Gesundheitliche Schutzfaktoren werden gestärkt; eine nachhaltige Verhaltenswirkung in Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten wird angestrebt.

Aufgrund der Unabhängigkeit von Sport und Bewegung von pädagogischer "Verrechenbarkeit" erkennen wir folgende vier Erfahrungsbereiche als sog. Bildungsmöglichkeiten:

  1. Gesundheit und Vitalität
  2. Natürlichkeit und Sicherheit
  3. Fairness, Disziplin und Freiwilligkeit
  4. Bewegungsfreude und Zwecklosigkeit

In taxonomischer Hinsicht sind diese Bildungsmöglichkeiten als allgemeine "Leitziele" zu verstehen. Eine Operationalisierung von untergeordneten Zielen des Lehrens und Lernens wird sowohl durch den Einsatz standardisiert qualifizierten Personals als auch durch konsequente Anwendung standardisierter Projekte aus der außerschulischen Jugendarbeit im Sport und in der überfachlichen Jugendarbeit gewährleistet.

Wir verstehen "Bewegte Ganztagsschule" nicht als Addition von Fächern, Kursen und Arbeitsgemeinschaften, sondern vielmehr als ein gemeinsam von Lehrern, Schülern und Eltern gestalteter Lebensraum.

Begleitend erfolgt mit der Durchführung der "Study on Active-Full-Time-School-Quality" (SAFTSQ) eine Evaluierung, welche die Qualität des Programms in Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität ermittelt.