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Mit seinen knapp über 120 Mitgliedern bewegt sich der "Idealverein für Sportkommunikation und Bildung" (ISB) quasi "im Median" der Schweinfurter Sportvereine; mit seinem Jahresetat von mehr als 170.000 Euro für 2011 spielt er indes im Geschäft der Großen mit.

felbinger swex

Ausschlaggebend hierfür ist sein Engegament im Bereich der "Bewegten Ganztagsschule", das Vorsitzender Sebastian Bauer heute dem Lohrer Landtagsabgeordneten Günther Felbinger (Freie Wähler) präsentierte und das dieser in hohem Maße würdigte: "Ich bin unendlich begeistert - und würde am liebsten gleich selbst mitmachen!"

Mitmachen durfte Felbinger dann auch - am frühen Nachmittag in der Grundschule Werneck/Schleerieth, wo der Diplom-Sportlehrer eine Sportstunde für Ganztagsschüler abhielt und dabei die besondere Klientel des ISB hautnah kennenlernte. Die Gruppen der Ganztagsbetreuung entwickeln - so Sebastian Bauer - über das Schuljahr eine eigene Dynamik. "Zu Beginn sind viele Schüler skeptisch und fühlen sich vielleicht von ihren Eltern in die Betreuung abgeschoben", so Bauer. Gegen Mitte des Schuljahres mache ihnen das Angebot an "Bewegung, Sport und Spiel" langsam Spaß, und wenn die Sommerferien nahen "gehen Viele schon in den Klassen herum und fragen, ob die Anderen im nächsten Schuljahr nicht auch dabei sein wollen."

Für fünf Schulen an den drei Standorten Niederwerrn, Werneck und Schwanfeld ist der ISB quasi Durchführungspartner für die ganztagsbetreuung, wahlweise in der gebundenen oder offenen Form, übernimmt dabei nicht nur das (sport-) pädagogische Angebot, sondern organisiert den kompletten Betreuungsrahmen inklusive Mittagsverpflegung. Die Arbeit des ISB beginnt dabei nicht unbedingt erst nach dem Ende der Vormittagsschule um 13 Uhr, sondern jeweils ein Mitarbeiter begleitet schon den morgendlichen Unterricht und unterstützt die Lehrer in den Sportstunden. So wird eine intensive Bindung zum Personal, insbesondere aber zu den Schülern vor Ort aufgebaut.

Die Mitarbeiter des ISB - derzeit über 20 - sind in den unterschiedlichsten Varianten haupt- oder nebenberuflich beschäftigt; junge Schulabgänger leisten (gegen ein Taschengeld) ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ab, ehemalige FSJler haben inzischen ein duales Bachelor-Studium an der IUCE Freiburg aufgenommen (Schwerpunkt Sport-Management), andere sind komplett in der Geschäftsstelle engagiert. Die Personalkosten machen rund 60 Prozent des ISB-Etats aus, was aber nicht ehrenrührig sei, wie Sebastian Bauer betont: "Unser Vereinsziel ist und bleibt gemeinnützig und das ist auch allgemein anerkannt. Dass wir hier professionelle Wege beschreiten, könnte Vorbildcharakter haben für andere Sportvereine."

Im ISB arbeitet inzwischen auch Walter Langenberger mit, pensionierter Schulleiter in Schweinfurt und Niederwerrn, jetzt "pädagogischer Rat" des Vereins. Er hatte noch in seiner Funktion als Niederwerrner Schulrektor das Ganztagsbetreeungsprojekt mit dem ISB aufgesetzt und war "schlichtweg begeistert von der Professionalität, mit der die jungen Leute damals an die Sache herangegangen sind." Seinen heutigen Kollegen kann er die Zusammenarbeit nur empfehlen, weil man die Ganztagsschule "billiger und einfacher nicht verwirklichen kann." Dieser Ansicht schloss sich auch Besucher Günther Felbinger an, der darüber hinaus auch klassischen Sportverein empfahl, "in den Ganztagsbetrieb zu gehen - da liegt die Zukunft!"

Dass die Umsetzung guter Ideen nicht immer ganz einfach ist, musste das ISB-Team in den letzten jahren mehrfach erfahren. Trotz zugesagter Mittelzuweisungen des Freistaats Bayern und des Bezirks standen die Betreuungsprojekte mehrfach auf der Kippe, weil das Geld für die Mitarbeitergehälter fehlte. Zweimal jährlich habe der Freistaat Auszahlungstermine, berichtet Sebastian Bauer, leider aber nicht zum Beginn des Schuljahres im September, sondern erst im November bzw. Dezember. Einen Bankkredit zur Zwischenfinanzierung habe man auf der Basis des Förderbescheids nicht gewährt bekommen - aber in Stefan Funk (Gemeinde Niederwerrn) einen wohlwollenden Gemeindekämmerer angetroffen, der den benötigten Betrag vorstreckte, damit die wichtige Maßnahme an der Gemeindeschule über die Bühne gehen konnte.

Solche "Durchführungsunwägbarkeiten" notierte sich der Landtagsabgeordnete Felbinger sorgfältig und will diese in München zur Sprache bringen. Die Aktiven des ISB ermunterte er ausdrücklich, auf ihrem Weg weiterzumachen und die Idee einer sportlichen Lebensführung in den Schulen und in der Gesellschaft zu verankern. Felbinger: "In meinen kühnsten Träumen hätte ich mir das nicht ausgemalt, dass ein Verein einmal so konsequent und ambitioniert an die Aufarbeitung unserer gesellschaftlichen Lücken geht."