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Sebastian Bauer (ISB) im Austausch mit Alon Meyer (MAKKABI Deutschland) und weiteren Teilnehmenden der Facharbeitsgruppe zur demokratischen Vereinsentwicklung (Foto: dsj/Thomas Trutschel/photothek.de).

Sport kann weit mehr leisten als Bewegung und Wettkampf. Er schafft Begegnungen, vermittelt Werte und eröffnet Räume für Mitbestimmung. Vor diesem Hintergrund war unser Verein Teil des Empfangs „Sport mit starker Stimme!“, bei der aktuelle Strategien zur Stärkung demokratischer Kultur im Sport diskutiert wurden. Die Teilnahme erfolgte auf Einladung der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt, Dr. Christiane Schenderlein. 

Für den Verein war dies eine besondere Anerkennung seines Engagements für Beteiligung und partizipative Vereinsentwicklung; die Einladung erfolgte im Rahmen eines wissenschaftlichen Austauschs zur Frage, wie Sportvereine demokratische Prozesse fördern und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken können. Vertreterinnen und Vertreter aus Sport, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutierten dabei aktuelle Forschungsergebnisse sowie erfolgreiche Praxisbeispiele aus dem organisierten Sport.

Der ISB brachte seine Erfahrungen insbesondere im Themenfeld demokratische Vereinsentwicklung ein. Obwohl Demokratieförderung nicht zu den originären Satzungszwecken des Vereins gehört, ist sie für die Arbeit unseres Hauses von großer Bedeutung. Wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen, Projekte gestalten und Entscheidungen treffen, entstehen automatisch Räume demokratischen Lernens. Dies gilt insbesondere für die Jugendbeteiligung, die Vereinsentwicklung und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Interessengruppen.

Ein Beispiel hierfür ist der partizipative Entwicklungsprozess des ISB-Leitbildes. Bei dessen Erarbeitung wurden nicht nur Mitglieder, sondern auch weitere Anspruchsgruppen des Vereins einbezogen – darunter Kinder, Jugendliche, Ehrenamtliche, Mitarbeitende sowie Kooperationspartner. Der Verein versteht Beteiligung als wichtigen Baustein nachhaltiger Organisationsentwicklung und als Voraussetzung dafür, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Im Rahmen der Veranstaltung arbeitete ISB-Vorstand Sebastian Bauer in einer Facharbeitsgruppe zum Thema„Demokratiebildung im Sportverein – Das Demokratieverständnis als zentraler Baustein demokratischer Vereinsentwicklung“ mit. Die Diskussion wurde von Prof. Dr. Christian Gaum (Ruhr-Universität Bochum) und Dr. Annika Steinmann (Deutsche Sporthochschule Köln) geleitet. Gemeinsam mit weiteren Teilnehmenden wurden wissenschaftliche Erkenntnisse diskutiert und Handlungsempfehlungen für die Vereinsentwicklung erarbeitet. Die Ergebnisse fließen in die Auswertung der zugrundeliegenden Forschungsarbeiten ein.

Für den ISB war die Einladung eine besondere Anerkennung seiner Arbeit. Als vergleichsweise unkonventioneller Akteur im Sport versteht sich der Verein nicht in erster Linie als Anbieter von Sportangeboten für Mitglieder, sondern als Brückenbauer zwischen Sport, Bildung, Jugendhilfe und Gesundheitsförderung. Ziel ist es, insbesondere jungen und benachteiligten Menschen Zugänge zu Bewegung, Teilhabe und gesellschaftlicher Mitgestaltung zu eröffnen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung im Bundeskanzleramt zeigt, dass diese Perspektive auch in bundesweiten Fachdiskussionen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Sie bestärkt den ISB darin, seinen Weg einer partizipativen und werteorientierten Vereinsentwicklung konsequent weiterzugehen.

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