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Qualität in Freiwilligendiensten

 

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Die isb-online.org-Redaktion führte anlässlich des Jahreswechsels ein ausführliches Interview mit Sebastian Bauer. Der ISB-Vorstandsvorsitzende blickt auf das Jahr 2014 zurück und wagt einen Ausblick auf 2015.

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Herr Bauer, für das Jahr 2010 stand Ihr Geschäftsbericht noch unter dem Motto „Wachstum durch Vernetzung“, im Jahr 2011 veränderten Sie das Motto ein wenig hin zu „Identifikation schafft Wachstum“. Das Jahr 2012 fassten Sie dann unter dem Titel "Rückbesinnung auf unseren Kern" und das Jahr 2013 unter dem Titel "Engagement und Kompetenz finden Anerkennung" zusammen. Unter welcher Schlagzeile lassen Sie das vergangene Jahr 2014 Revue passieren?

Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass sowohl Vernetzung als auch Identifikation eine Basis für gesundes Wachstum sind. Seit 2012 wächst der ISB zwar weiter, jedoch nicht mit den Zuwachsraten der Anfangsjahre; indes werden neue Standbeine erschlossen, die Gründungsidee mehr ins Blickfeld gerückt und die Professionalisierungsbestrebungen konsequent fortgeführt. Inzwischen ist unser Expertenwissen in vielen Kreisen willkommen und gefragt. Das Wirken des Vereins ist arriviert und wir verfolgen unsere Qualitätsansprüche systematisch, was uns trotz unserer exotischen Vorgehensweisen mehr und mehr Sympathien einbringt. Ich würde das vergangene Jahr daher überschreiben mit dem Titel „Stabilität durch Konsequenz“.

Als Sie vor einem Jahr nach Ihren Wünschen für 2014 gefragt wurden, hofften Sie auf eine Fortführung der harmonischen Stimmung, die dank sachorientierter, hervorragender Arbeit zu einem Zugewinn an Freunden und Förderern führt, die sich wiederum mit dem Verein und seinen Zielen identifizieren. Inwieweit erfüllte sich Ihr Wunsch?

Bereits seit Jahren darf ich regelmäßig an dieser Stelle feststellen, dass sich solch harmonische Bedingungen für eine herausragende zweckorientierte Arbeit in anderen Einrichtungen kaum finden. Bei beinahe 100 Mitgliedern engagieren sich rund ein Drittel dieser vielen jungen Leute ehren- und hauptamtlich zu Gunsten unserer Vereinszwecke. Wir tun dies gemeinsam mit viel Wissen, Ehrgeiz und Sportlichkeit; ich bin sehr stolz, Teil dieses tollen Teams sein zu dürfen. Dies ist in hohem Maße auch unserer Personalvertretung geschuldet, für deren vorbildliche Zusammenarbeit ich mich herzlich bedanke. Die im ISB gelebte Partnerschaftlichkeit und Wertschätzung strahlt aus und zieht regelmäßig neue Menschen oder ganze Einrichtungen an, die den Kontakt zu uns suchen; wir erfahren inzwischen eine enorme Anerkennung aus verbandlichen und politischen Kreisen in einem Maße, das bei erst sieben Jahre alten Vereinen eher unüblich ist. Und wir sind guter Dinge, neben den vielen Akteuren in unserem Umfeld, die unser exotisches Wirken anerkennen und fördern, ein paar wenige verbliebene außenstehende Skeptiker durch die Stetigkeit unserer beachtlichen Qualität auch noch überzeugen zu können. Dies gelingt nur durch ein enorm hohes Maß an Identifikation mit unseren Zwecken und zugleich unserer Herangehensweise in dieser Zweckerfüllung. Unsere Mitglieder nehmen seit unserer gemeinsamen Errichtung eines Corporate-Governance-Kodexes für den Verein mehr und mehr die Rolle von Aufsichtsräten ein, was ein Höchstmaß an Identifikation einfordert.

Insgesamt also wieder eine positive Entwicklung, die Sie dem ISB dank seiner Mitarbeiter und Partner auch für 2014 attestieren. Was waren Ihre Highlights?

Nicht das eine große Projekt kann ich als "Highlight" erkennen, sondern viele kleinere Maßnahmen, die jedoch symbolhaft für unseren Geist stehen. Zum Beispiel die auflagenfreie Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel in Freiwilligendiensten, die unseren enormen Anspruch an unser eigenes Wirken gut abbildet. Seien es die Förderung von Bildungsmaßnahmen oder die Beteiligung an größeren Festivals unseres agilen Jugendausschusses, die erheblichen Anteil an unserem positiven Rennommee haben. Seien es die wachsenden Kurse und Angebote im Zentrum für Diagnostik und Prävention sowie der Akademie, aus denen sogar neue Mitgliedschaften hervorgehen. Und ganz nebenbei haben wir im Schweinfurter Stadtteil Bergl einen neuen, sehr großen Standort unseres Projekts "Bewegte Ganztagsschule" und am Rande der Innnenstadt eine neue, große Geschäftsstelle eröffnet.

Was bedeutet dies in strategischer Hinsicht für die Zukunft? Wie verstehen Sie die in Ihrem Motto erwähnte "Konsequenz"?

Bisher haben wir sehr auf Transparenz gesetzt, um insbesondere unseren öffentlichen Ressourcengebern gegenüber die Qualität unserer Arbeit zu belegen. Das werden wir auch weiterhin so praktizieren. Doch wer uns aufmerksam beobachtet erkennt, dass nicht wenige Ressourcen des Vereins in Form von Arbeitszeit und Geld in Tätigkeiten fließen, die öffentlich kaum wahrnehmbar sind. Sichtbar sind eben für viele nur die Arbeitsstunden, die wir direkt mit Kindern und Jugendlichen verbringen. Darüber hinaus pflegen wir einen beachtlichen sogenannten "Overhead"-Aufwand der jedoch eindeutig unserem Wirken zu Gute kommt. Wenn wir etwas tun, wollen wir das eben nicht nur um seiner selbst Willen tun, sondern damit auch nachweislich etwas bewirken. Unsere hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beispielsweise fokussieren unsere betrieblichen Fragestellungen wissenschaftlich und generieren nicht nur uns, sondern auch unseren Ressourcengebern damit einen enormen Mehrwert, beispielsweise bei der Etablierung neuer Ansätze im Prozessmanagement, dem betrieblichen Gesundheitsmanagement, dem oder der Analyse unseres sog. "Corporate Images", also der Außenwahrnehmung unseres richtigen und wichtigen Wirkens.

Wo sehen Sie den Verein aktuell?

Arriviert ist genau der richtige Begriff. Dort angekommen, wo wir den Verein vielleicht vor Jahren in kühnen Träumen einmal verortet haben könnten. Zum etabliert-sein fehlen da natürlich noch ein paar Jahre. Im erst siebten Jahr nach unserer Gründung verwalten wir jedoch bereits verantwortungsvoll einen Jahreshaushalt in mittlerer sechsstelliger Größenordnung; die nähere Betrachtung unserer Jahresrechnungen zeichnet ein in wirtschaftlicher Hinsicht prosperierendes Bild. Überprüfungen durch Finanzamt, Rentenversicherungsträger oder Rechnungsprüfungen unserer Ressourcengeber erfolgten bislang immer ohne jegliche Beanstandungen. Unser Wirken ist mit einigen hochwertigen Qualitätssiegeln ausgezeichnet und wir werden in zunehmender Häufigkeit um Rat gefragt. Die hohe Qualität unserer Arbeit offenbart sich mir nicht nur nach kühlem Betrachten bestimmter Kennziffern, sondern auch in beinahe jedem Gespräch, das ich im Namen des Vereins führen darf; man begegnet uns mit Respekt und beachtlicher Anerkennung und Wertschätzung.

Was sind Ihre Wünsche für das kommende Jahr?

Möge sich die positive Entwicklung des Vereins auf allen Feldern gerne Fortsetzen. Sehr freuen würde ich mich persönlich, wenn sich der Aufwand, der nötig ist, die letzten verbliebenen Skeptiker von der hohen Qualität unserer Arbeit zu überzeugen, nicht unverhältnismäßig hoch abbilden wird.

Ich bedanke mich für das Gespräch.