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Die isb-online.org-Redaktion führte anlässlich des Jahreswechsels ein ausführliches Interview mit Sebastian Bauer und Ronald Kraatz. Die Mitglieder des Vorstands blicken auf das Jahr 2017 zurück und wagen einen Ausblick auf das Jahr 2018.

Zum Einstieg möchten wir traditionell auch in diesem Jahr nach der Schlagzeile für das abgelaufene Jahr fragen.

ISB Vorstand 2017 1Ronald Kraatz: Das ist 2017 natürlich eine klare Sache. Im Jubiläumsjahr lautet die Antwort darauf #10JahreIdeen. In der Vorbereitung dieses Jubiläums haben wir uns neben aktuellen Themen auch deutlich intensiver als sonst mit der Entwicklung des ISB insgesamt beschäftigt. Dabei wurde auch für uns Insider nochmals die Entwicklungsgeschwindigkeit des Vereins deutlich. Somit sollte man in letzter Konsequenz von zehn Jahren der Umsetzung dieser Ideen sprechen.

ISB Vorstand 2017 2

Wie äußert sich diese angesprochene Entwicklung des ISB?

Sebastian Bauer: Mit Blick auf die letzten zehn Jahre sehe ich, dass der Geist der 11 Gründungsmitglieder durch über 140 kurz- und langfristig Mitwirkende weitergetragen wurde. Mit keinem Startkapital in der Hand erwuchsen dank des Vertrauens einiger weniger Entscheider bei öffentlichen Körperschaften aus guten Ideen starke Projekte und Betriebe, die inzwischen über 2.000 Kinder und Jugendliche zuverlässig, langjährig und regelmäßig mit einemISB Vorstand 2017 3 qualifizierten und wirksamen Bewegungsprogramm versorgt haben. Dabei haben wir mit fast zweieinhalb Millionen Euro Sport, Jugendhilfe und Erziehung gefördert. Wir waren 13 Mal Gegenstand wissenschaftlicher Veröffentlichungen – unser Wirken strahlt sogar überregional von Schweinfurt aus. Mit  dem höchsten Jahreshaushalt in der Geschichte des Vereins, etwa einer halben Million Euro, sind wir inzwischen Arbeitgeber für hochmotivierte hauptberuflich und ehrenamtlich Tätige, Freiwilligendienstleiste und Auszubildende und arbeiten als zuverlässiger Partner der öffentlichen Hand und der Verbände, die unser Wirken wertschätzen.

Ronald Kraatz: Betrachtet man dann die letzten Jahre, vor allem die internen Überlegungen zur Strategieentwicklung, stellt man fest, dass wir also einen großen Teil der Maßnahmen und Projekte umsetzen konnten. Und nicht nur das, wir haben einiges auch deutlich schneller geschafft als erwartet. Dass wir im Jahr 2017 bereits ein anerkannter Partner des Landes-Sportverbands sind, der zuverlässig und bayernweit Beratungsleistungen an die Mitgliedsvereine des Landesverbandes erbringt, war in dieser Kürze der Zeit nicht unbedingt zu erwarten. Insgesamt suchten in den vergangenen Jahren 53 Sportvereine unseren Rat, und wir können nachweisen, dass durch unsere Arbeit bei anderen Sportvereinen mehr als 350 Mitgliedschaften errichtet wurden, wir fördern also den Sport nicht nur im eigenen Hause. Auch eine deutlich bessere interdisziplinäre Vernetzung bringt uns heute schon weiter als noch vor Jahren. Anmerkungen oder Veränderungsvorschläge zu Prozessen, finden sich mitunter zeitnah in Richtlinien wieder.

Wenn man derart auf zurückliegende Entwicklungen schaut, lassen sich dabei auch Erkenntnisse für die Zukunft ableiten?

Ronald Kraatz: Ich finde, die Analyse der Vergangenheit ist bereits ein Schritt in die Zukunft. Wir können ganz genau betrachten, welche Schritte uns näher an ein Ziel geführt haben und womit wir in der Zukunft vielleicht rechnen müssen. Wir arbeiten seit 2008 in einem interessanten Spannungsfeld aus organisiertem Sport, Jugendhilfe und Bildung. Das war nicht immer leicht, hat aber zu einer Stärkung des Sports in diesem Bereich geführt und uns in die Rolle eines Wettbewerbers hineinwachsen lassen. Diese Erkenntnis ist ungemein wichtig, denn mittlerweile erkennen auch Mitbewerber aus anderen Branchen diese Überschneidungen und versuchen sich sozusagen auf deren fachfremdem Gebiet „Sport“. Das ist für uns keine Überraschung und auf diese Situation haben wir uns vorbereiten können. Ein weiterer Aspekt sind auch Ideen, die wir für neue Zielgruppen entwickeln. Stetige Analysen unserer Anspruchsgruppen zeichnen ein klares Bild davon, wen wir mit unseren bestehenden Angeboten erreichen. Im Gegenzug erlangen wir jedoch auch Erkenntnisse wen noch nicht. Das ist ein wichtiger Aspekt für die Entwicklung neuer Modellprojekte. Eine sehr wichtige Rolle spielt dabei betriebliches Gesundheitsmanagement. Einerseits ist sind wir als Arbeitgeber natürlich selbst an qualitativen Programmen interessiert die den zahlreichen Beschäftigten und ehrenamtlichen Mitwirkenden im eigenen Hause zunächst zugutekommen. Auf der anderen Seite spielt das Thema auch in der Projektentwicklung mit externen Partnern eine Rolle in unseren Planungen.

Sebastian Bauer: Mein Blick schweift bei dieser Frage in die Ferne. Ich habe große Lust auf internationalen Austausch unter Fachkräften und bin überzeugt, dass nicht nur die Schweinfurter oder die bayerischen Sportvereine durch enge Vernetzung viel voneinander lernen können. Auch national und international tut sich einiges und es wäre doch verschwendete Energie, wenn jede Einrichtung dasselbe Rad für sich aufs Neue erfinden würde. An einem etwaig fehlenden Motor oder Moderator dieser Vernetzung wird dieses Ansinnen sicherlich nicht scheitern, hierfür sehe ich in unserem Hause mögliche Ressourcen.

Der internationale Ehrgeiz ist also geweckt. Welches waren denn Ihre persönlichen Highlights aus dem Jahr 2017?

Sebastian Bauer: Mein Blick über den Tellerrand speist sich möglicherweise aus einem dieser Highlights. Im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts „Social inclusion and volunteering in sports clubs in Europe“ wurde der ISB als eines von drei „Good-Practice“-Beispielen für Deutschland vorgestellt. Da sind also zweifellos auch andere auf der Welt die so ticken wie wir. Und dann ist da noch die unglaublich motivierende Erkenntnis, dass qualifizierte Fachleute auf uns zukommen, um sich ehrenamtlich an unserem Wirken, an dieser ideellen Gemeinschaft, an dieser Bewegung zu beteiligen. Was mich persönlich sehr beeindruckt hat, war der starke Zuspruch unserer ehemaligen Freiwilligendienstleistenden, die in Ausbildung, Studium oder inzwischen sogar Beruf ein starkes überregionales Netzwerk bilden und sich - trotz ihrer geografischen Distanz - gerade anlässlich unseres Jubiläums bei uns zurückgemeldet und uns besucht haben und damit Teil einer immer stärker werdenden Bewegung sind.

Ronald Kraatz: Neben den großen Feierlichkeiten zum zehnjährigen Jubiläum, inklusive der (bereits zum dritten Mal erfolgten) Verleihung des Zertifikats für Qualität in Freiwilligendiensten, sind es für mich in der fachlichen Leitung die Reisen zu vielen Sportvereinen in ganz Bayern gewesen. Egal welch wohlklingender Vereinsname, egal wie mitgliederstark, egal wie urban das Reiseziel war, es waren stets sehr gewinnbringende Tage mit engagierten Mitstreitern die das Thema Sport und Bewegung als Ganzes weiterentwickeln und als Bewegung, als Koalition der Progressiven in die Breite tragen wollen. Das lässt doch sehr positiv in die Zukunft blicken.

Zum Abschluss: Was sind Ihre Wünsche für das Jahr 2018?

Ronald Kraatz: Für das kommende Jahr wünsche ich mir, dass wir es schaffen, die Motivation und den Tatendrang des ausklingenden Jahres ungebremst mitzunehmen. Es ist immer wieder sehr angenehm zusehen, dass die Entwicklungen des Vereins nicht auf einzelne zurückzuführen sind. Nur als harmonisches Team ist es möglich, die positive Entwicklung des Vereins fortzuschreiben. Und hier sehe ich uns auch für 2018 sehr gut aufgestellt.

Sebastian Bauer: Da möchte ich direkt anknüpfen und freue mich darauf, die vielen anderen engagierten Köpfe und Talente noch stärker öffentlich wahrnehmbar zu erleben. Denn als starke Gemeinschaft wird es uns noch besser gelingen, unsere Grundüberzeugungen und Ansätze weiter zu verbreiten. Ich wünsche mir ein 2018, in dem wie weitere Partner für eine starke Koalition im Geiste unserer Gründungsidee zu finden.

Ich bedanke mich für das Gespräch.